Donnerstag, 17. Mai 2012

Lublin


Nach ca. 4 Stunden Fahrt erreichen wir Lublin. Wiola wohnt direkt neben ihrer Universität allein in einer 2 Raumwohnung. Sie empfängt uns sehr freundlich, gibt uns 2 Matratzen, auf denen wir dann später schlafen können. 
sehr viel bequemer als sie aussehen und vor allem warm!
Wir werden reichlich bekocht. Es gab Piroggen. Wiolas Mutter hatte Knoppers aus dem Lidl gekauft. Natürlich hießen die nicht Knoppers, sondern „Milch-Haselnuss-Schnitten“. Ihre Mutter hatte das gekauft, weil sie meinte, das es deutsche Süßigkeiten sind und für das für die deutschen Gäste eine wunderbare Sache sei. War es auch! Marcus und ich konnten endlich eine wirklich heiße Dusche haben und am Abend bekamen wir Besuch von einem Freund Wiolas. Er brachte eine Flasche polnischen Vodka mit und wir saßen zusammen tranken Vodka, redeten über viele Dinge und hatten eine tolle Zeit. Ich war ziemlich müde vom Laufen und Autofahren aber diese Müdigkeit verflog, als wir losgingen. Wir wollten in einen Club gehen aber zunächst führte unser Weg auf das Dach Wiolas Wohnung. Die Aussicht war nicht übermäßig  toll aber auf einem Dach zu stehen, ist immer etwas Besonderes. Wir gingen los in diesen Club, der an einem Dienstag völlig leer war, obwohl von den 350.000 Einwohnern Lublins 100.000 Studenten sind. Wir lernten dort einige Studenten aus Jerusalem kennen. Dennoch blieben wir nicht zu lang, es war einfach zu langweilig. Danach suchten wir noch eine Bar, aber alle schlossen bereits. So gingen wir zurück und verloren uns halb betrunken in einem Gespräch über den 2. Weltkrieg und wie er in Deutschland und Polen in den Schulen gelehrt wird und wie die Leute darüber denken. Es war keine Diskussion. Mehr Völkerverständigung. Es war ein schöner Abend und halb 5 lagen wir im Bett. Der folgende Tag war sehr verregnet, weshalb wir nur das Lubliner Schloss besichtigten. Dort gibt es eine Kirche, deren kompletter Innenraum mit wundervollen Malereien verziert ist. Das geniale an diesen Malereien ist, dass sie 600 Jahre alt sind. Es sind tatsächlich die originalen Fresken. Sie zeigen die Geschichte Jesu‘. Es war wirklich beeindruckend. 
auf dem Weg in die Stadt

besagte Kirche mit ihren Malereien

Holzstatue Jesu Christi, davon standen mit Sicherheit 20 in dem als Museum genutzten Schloss! Eine tolle Arbeit!

Im Anschluss gingen wir in ein traditionell polnisches Restaurant. Es war viel zu viel Essen und ich musste die Hälfte des Essens einpacken lassen, um es später wieder zu essen. Es hat aber auch aufgewärmt noch super gemundet! Am Abend gingen wir in die Silent Disco. Das bedeutet, dass es ein Club wie jeder andere ist ABER es gibt keine laute Musik. Jeder hat Kopfhörer auf, wo die Musik raus kommt. Das hat den Vorteil, dass man sich unterhalten kann, wenn man das denn möchte. Außerdem kann man mit einem Knopf am Kopfhörer zwischen 3 verschiedenen Kanälen wechseln mit 3 verschiedenen Musikstilen. So kann jeder hören, was er will und die Gruppe muss sich nicht zerteilen! So etwas sollte es in Dresden auch geben! Jeder sucht sich seine Musik aus, die Gruppe bleibt zusammen, man kann die Lautstärke individuell einstellen, man kann sich unterhalten und man kann ohne Kopfhörer dem schiefen Gesinge der anderen lauschen! Genial! Jetzt sitze ich hier, schreibe die letzten Worte für meinen heuten Blogeintrag, bin dank unserer supertollen Gastgeberin angenehm gesättigt und freue mich auf Krakau, wo es heute noch hingeht. Außerdem haben wir tolle Tipps bekommen, wo wir in der hohen Tatra wandern gehen sollen, es war ein klasse Aufenthalt hier in Lublin!!

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