Nach ca. 4 Stunden Fahrt erreichen wir Lublin. Wiola wohnt
direkt neben ihrer Universität allein in einer 2 Raumwohnung. Sie empfängt uns
sehr freundlich, gibt uns 2 Matratzen, auf denen wir dann später schlafen
können.
 |
| sehr viel bequemer als sie aussehen und vor allem warm! |
Wir werden reichlich bekocht. Es gab Piroggen. Wiolas Mutter hatte
Knoppers aus dem Lidl gekauft. Natürlich hießen die nicht Knoppers, sondern
„Milch-Haselnuss-Schnitten“. Ihre Mutter hatte das gekauft, weil sie meinte,
das es deutsche Süßigkeiten sind und für das für die deutschen Gäste eine
wunderbare Sache sei. War es auch! Marcus und ich konnten endlich eine wirklich heiße Dusche
haben und am Abend bekamen wir Besuch von einem Freund Wiolas. Er brachte eine
Flasche polnischen Vodka mit und wir saßen zusammen tranken Vodka, redeten über
viele Dinge und hatten eine tolle Zeit. Ich war ziemlich müde vom Laufen und
Autofahren aber diese Müdigkeit verflog, als wir losgingen. Wir wollten in
einen Club gehen aber zunächst führte unser Weg auf das Dach Wiolas Wohnung.
Die Aussicht war nicht übermäßig toll
aber auf einem Dach zu stehen, ist immer etwas Besonderes. Wir gingen los in
diesen Club, der an einem Dienstag völlig leer war, obwohl von den 350.000
Einwohnern Lublins 100.000 Studenten sind. Wir lernten dort einige Studenten
aus Jerusalem kennen. Dennoch blieben wir nicht zu lang, es war einfach zu langweilig.
Danach suchten wir noch eine Bar, aber alle schlossen bereits. So gingen wir
zurück und verloren uns halb betrunken in einem Gespräch über den 2. Weltkrieg
und wie er in Deutschland und Polen in den Schulen gelehrt wird und wie die
Leute darüber denken. Es war keine Diskussion. Mehr Völkerverständigung. Es war
ein schöner Abend und halb 5 lagen wir im Bett. Der folgende Tag war sehr
verregnet, weshalb wir nur das Lubliner Schloss besichtigten. Dort gibt es eine
Kirche, deren kompletter Innenraum mit wundervollen Malereien verziert ist. Das
geniale an diesen Malereien ist, dass sie 600 Jahre alt sind. Es sind
tatsächlich die originalen Fresken. Sie zeigen die Geschichte Jesu‘. Es war
wirklich beeindruckend.
 |
| auf dem Weg in die Stadt |
 |
| besagte Kirche mit ihren Malereien |
 |
| Holzstatue Jesu Christi, davon standen mit Sicherheit 20 in dem als Museum genutzten Schloss! Eine tolle Arbeit! |
Im Anschluss gingen wir in ein traditionell polnisches Restaurant.
Es war viel zu viel Essen und ich musste die Hälfte des Essens einpacken
lassen, um es später wieder zu essen. Es hat aber auch aufgewärmt noch super
gemundet! Am Abend gingen wir in die Silent Disco. Das bedeutet, dass es ein
Club wie jeder andere ist ABER es gibt keine laute Musik. Jeder hat Kopfhörer
auf, wo die Musik raus kommt. Das hat den Vorteil, dass man sich unterhalten
kann, wenn man das denn möchte. Außerdem kann man mit einem Knopf am Kopfhörer
zwischen 3 verschiedenen Kanälen wechseln mit 3 verschiedenen Musikstilen. So kann
jeder hören, was er will und die Gruppe muss sich nicht zerteilen! So etwas
sollte es in Dresden auch geben! Jeder sucht sich seine Musik aus, die Gruppe
bleibt zusammen, man kann die Lautstärke individuell einstellen, man kann sich
unterhalten und man kann ohne Kopfhörer dem schiefen Gesinge der anderen
lauschen! Genial! Jetzt sitze ich hier, schreibe die letzten Worte für meinen
heuten Blogeintrag, bin dank unserer supertollen Gastgeberin angenehm gesättigt
und freue mich auf Krakau, wo es heute noch hingeht. Außerdem haben wir tolle
Tipps bekommen, wo wir in der hohen Tatra wandern gehen sollen, es war ein
klasse Aufenthalt hier in Lublin!!
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen